Dramaqueen: Frauen zwischen Beurteilung und Verurteilung (Tara-Louise Wittwer)

Dramaqueen: Frauen zwischen Beurteilung und Verurteilung (Tara-Louise Wittwer)

Genre: Ratgeber
Verlag: Eden Books

ISBN: 978-3-959-10380-0
Seiten: 224
Lesezeitraum: 25.11.2022 – 05.12.2022
Lesedauer: 5h 26m 45s

Kurzbeschreibung

Laut zu sein ist immer auch ein bisschen unangenehm, vor allem als Frau. Da wird man schnell mal als »hysterisch« oder »dramatisch« abgestempelt. Doch das sind nicht nur Begriffe, die von Männern genutzt werden – auch Frauen verwenden sie, um andere Frauen zu degradieren: »Ich bin nicht so wie die anderen« oder »Männer sind einfach viel weniger Drama« sind nur ein Bruchteil der Sätze, die man selbst im Jahr 2022 noch hört. Doch woran liegt das eigentlich?

In ihrem neuen Buch widmet sich die Kulturwissenschaftlerin und erfolgreiche Influencerin Tara-Louise Wittwer der offensichtlichen und unterschwelligen Abwertung von Weiblichkeit. Sie legt offen, dass nicht nur Männer misogyn – also frauenfeindlich – handeln, sondern auch Frauen untereinander. Durch das Aufwachsen und die ständige Konditionierung in patriarchalen Strukturen hat sich Misogynie in unseren Köpfen verfestigt. Die Aktivistin hinterfragt schonungslos ihre eigenen Verhaltensmuster und die der anderen. Sie reflektiert ihre Rolle als Frau in der Gesellschaft – zwischen Be- und Verurteilung – und zeigt Wege auf, wie wir als Frauen (und Männer!) fairer miteinander umgehen können.

Meine Meinung zum Buch

Das Buch macht beim Lesen echt wütend. Da kann die Autorin aber nichts für, das liegt einfach am Thema und wie die Gesellschaft größtenteils damit umgeht. Und das Schlimme ist, ich könnte mir jetzt wünschen, dass der ein oder andere das Buch liest, aber bei denen wos wirklich notwendig wäre würde es vermutlich eh nicht auf fruchtbaren Boden fallen. Trotzdem muss das Thema hochgeholt werden, wieder und wieder, bis diese alten Strukturen aufgebrochen und Frauen gleichberechtig sind.

Mir gefällt super gut, wie die Autorin einfach durchgehend das generische Femininum verwendet. Sie meint Männer einfach mit. Das findet sicher auch bei anderen Leserinnen (generisches Femininum) Anklang. Generell ist das Buch recht locker geschrieben, auch wenns ein ernstes Thema ist. Es macht – neben der Wut die aufkommt – also durchaus auch Spaß zu lesen.

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