was ich gelesen habe
Der Anschlag (Stephen King)
Der Anschlag (Stephen King)
Genre: Alternate History, Fantasy, Mystery, Science-Fiction
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-43716-6
Seiten: 1072
Originaltitel: 11/22/63
Übersetzung (deutsch): Wulf Bergner
Kurzbeschreibung des Heyne Verlags
Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. Stephen Kings neuer großer Roman ist eine Tour de Force, die ihresgleichen sucht – voller spannender Action, tiefer Einsichten und großer Gefühle.
Meine Meinung zum Buch
Zum Schreibstil von King muss ich denke ich nicht viel sagen, ich bin ein großer Fan. Die Geschichte selbst ist fesselnd und die Idee großartig. Es ist spannend zu lesen, wie King uns durch Epping die USA des Jahres 1958 erleben lässt. Und auch die (zugegebenermaßen nicht neue) Idee, die Vergangenheit wolle nicht geändert werden wurde sehr gut umgesetzt, man fiebert mit und wartet je näher das Ereignis kommt wie der Protagonist darauf, das etwas schief geht, hält Augen und Ohren mit Epping zusammen offen. Mit dem Ende bin ich nicht ganz zufrieden, kann aber nicht richtig greifen, was genau mich daran stört.
Bücher in den gleichen Genres
Todesmarsch (Richard Bachmann/Stephen King)
Todesmarsch (Richard Bachmann/Stephen King)
Genre: Dystopie
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-43691-6
Seiten: 400
Originaltitel: The Long Walk
Übersetzung (deutsch): Nora Jensen
Kurzbeschreibung des Heyne Verlags
Einhundert 17-jährige Amerikaner brechen jedes Jahr am 1. Mai zum Todesmarsch auf. Für neunundneunzig von ihnen gilt das wörtlich – sie werden ihn nicht überleben. Der Sieger dagegen bekommt alles, was er sich wünscht …
Meine Meinung zum Buch
Mein absolutes Lieblingsbuch. Bereits unzählige Male gelesen, sowohl im deutschen als eben auch im Original. Einhundert junge Männer marschieren los, vier Meilen pro Stunde ist die vorgegebene Geschwindigkeit. Wer langsamer wird oder gar anhält wird verwarnt, beim vierten Mal wird man erschossen. Der letzte Überlebende hat ausgesorgt und bekommt alles, was er sich wünscht.
Obwohl der Protagonist und die Gruppe um ihn im Prinzip nur laufen finde ich das Buch an keiner Stelle langweilig. Es fesselt mich jedesmal aufs neue und man vergisst zwischendrin fast, dass es Fiktion ist und fragt sich jedes Mal, wie krank jemand sein muss um solch einen Wettbewerb zu veranstalten. Das Buch lässt mich erschüttert und fassungslos zurück und ich möchte es am liebsten sofort noch einmal lesen. Ein Meisterwerk von King.
Bücher im gleichen Genre
Der Wolkenatlas (David Mitchell)
Der Wolkenatlas (David Mitchell)
Genre: Drama, Dystopie, Fantasy, Komödie, Science-Fiction, Thriller
Verlag: rowohlt
ISBN: 978-3498044992
Seiten: 674
Originaltitel: Cloud Atlas
Übersetzung (deutsch): Volker Oldenburg
Lesezeitraum: 20.04.2014 – 24.04.2014
Kurzbeschreibung des rowohlt Verlags
Sechs Lebenswege, die sich unmöglich kreuzen können: darunter ein amerikanischer Anwalt, der um 1850 Ozeanien erforscht, ein britischer Komponist, der 1931 vor seinen Gläubigern nach Belgien flieht, und ein koreanischer Klon, der in der Zukunft wegen des Verbrechens angeklagt wird, ein Mensch sein zu wollen. Und dennoch sind diese Geschichten miteinander verwoben. Mitchells originelle Menschheitsgeschichte katapultiert den Leser durch Räume, Zeiten, Genres und Erzählstile und liest sich dabei so leicht und fesselnd wie ein Abenteuerroman.
Meine Meinung zum Buch
Zunächst fiel es mir schwer mich in das Buch einzulesen, was sicherlich an der Sprache lag, welche an die Zeit angepasst war, in der das erste Kapitel spielt. Wenn man jedoch erst mal drin ist, ist die Geschichte spannend und faszinierend. Das Buch hat mich von Kapitel zu Kapitel mehr begeistert, die Idee, die Geschichten so Pyramiden-artig zu erzählen ist in meinen Augen genial. Fasziniert war ich von dem in der Zukunft spielenden Part, der Autor hat sich hier eine glaubhafte Weiterentwicklung beziehungsweise Verkümmerung der Sprache ausgedacht, welche zunächst etwas schwer zu lesen ist; durch die konsequente Umsetzung jedoch kommt man auch hier schnell wieder in den Lese-Fluss hinein. Alles in allem hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich finde die unkonventionelle Art der Geschichtserzählung gleichermaßen gewagt wie gelungen.
Bücher in den gleichen Genres
Glanz (Karl Olsberg)
Glanz (Karl Olsberg)
Genre: Thriller, virtuelle Realität
Verlag: Aufbau Verlag
ISBN: 978-3-7466-2689-5
Seiten: 394
Lesezeitraum: 19.04.2014 – 19.04.2014
Kurzbeschreibung des Aufbau Verlags
Verloren in der virtuellen Welt
Als der 14-jährige Eric nach einer Überdosis der Droge »Glanz« vor dem Laptop ins Koma fällt, ist seine Mutter Anna verzweifelt. Da die Ärzte keinen Rat wissen, nimmt sie schließlich die Hilfe einer mysteriösen Frau an. Das Unvorstellbare geschieht: Anna kann in die Traumwelt im Kopf ihres Sohnes vordringen, der in einem phantastischen Computerspiel gefangen zu sein scheint. Doch während sie versucht, ihn zurück ans Licht der Wirklichkeit zu führen, verdichten sich die Hinweise, dass Eric das Opfer eines üblen Spiels ist …
Meine Meinung zum Buch
Nach „Das System“ ist „Glanz“ das zweite Buch, welches ich von diesem Autor gelesen habe. Der Schreibstil gefällt mir gut und auch die Geschichte hat mich gefesselt. Man kann die Verzweiflung der Protagonistin Anna gut nachvollziehen und fiebert mit ihr mit bei dem Versuch, ihren Sohn zurück ins Leben zu holen. In die beschriebene Traumwelt kann man sich gut hineinversetzen und auch Emily schließt man schnell ins Herz; selbst Maria wirkt sympathisch und man nimmt ihr ab, dass sie Eric nichts Böses will.
Das Ende weiß dann zu überraschen, mit der Entwicklung hatte ich nicht gerechnet und sie lässt einen das Gelesene noch einmal komplett überdenken.
Das Buch liest sich sehr flüssig, aber der Schreibstil wusste ja bereits bei „Das System“ zu gefallen.
Bücher in den gleichen Genres
Schule der Arbeitslosen (Joachim Zelter)
Schule der Arbeitslosen (Joachim Zelter)
Genre: Dystopie
Verlag: Klöpfer & Meyer
ISBN: 978-3937667713
Seiten: 205
Lesezeitraum: 18.04.2014 – 18.04.2014
Kurzbeschreibung des Klöpfer & Meyer Verlags
Deutschland, irgendwo, in naher Zukunft: Beklommen steigt eine Gruppe Reisender in einen bereitgestellten Bus und fährt einer neuartigen, überaus angepriesenen Fortbildung für Arbeitslose entgegen, fährt ins Trainingslager »Sphericon«. Der Bus trägt das Logo der Bundesagentur und den Slogan »Deutschland bewegt sich«. Geduckt sitzen die Trainees am Computer und feilen an ihren Lebensläufen. Sie nächtigen in provisorisch hergerichteten Schlafsälen. Ihr Essen erhalten sie aus Automaten, in Menge und Qualität gestaffelt nach den Leistungen der Vorwoche. Und dann gibt es noch einen Fitnessraum und auch einen »Samstagabend« und für die ganz Kontaktfreudigen noch die Weekend Suite sowie die Stelle eines »Sphericon«-Trainers, um die sich die Teilnehmer bewerben sollen. Mit allen Mitteln.
Meine Meinung zum Buch
Die Idee, die hinter dem Buch steckt gefällt mir sehr gut. Leider finde ich die Umsetzung nicht ganz gelungen, man hätte meiner Meinung nach sehr viel mehr aus der Geschichte machen können. Ich konnte mich mit keinem der Charaktere so richtig anfreunden, sie wurden zu oberflächlich geschildert. Bevor man so richtig in die Geschichte reinkommen konnte, war sie auch schon wieder vorbei.
Das Buch lies sich jedoch sehr flüssig lesen und auch das offene Ende hat mir ausnahmsweise (in der Regel hasse ich offene Enden) ausgesprochen gut gefallen.
Bücher in den gleichen Genres
Battle Royale (Koushun Takami)
Battle Royale (Koushun Takami)
Genre: Dystopie
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453675193
Seiten: 624
Übersetzung (deutsch): Jens H. Altmann
Lesezeitraum: 21.03.2014 – 11.04.2014
Kurzbeschreibung des Heyne Verlags
Asien in der nahen Zukunft. Japan und China haben die Großrepublik Ostasien gegründet, einen totalitären Staat, in dem Furcht und Unterdrückung herrschen. Dazu gehört das Experiment »Battle Royale«, ein grausames Spiel, bei dem jedes Jahr Schulklassen ausgewählt und auf eine einsame Insel verschleppt werden, wo sich die Schüler gegenseitig bekämpfen, bis nur noch ein Überlebender übrig bleibt.
Meine Meinung zum Buch
Die Geschichte hat mir gut gefallen. Die geschilderte Zeit, in der die Geschichte spielt fand ich realistisch, was mir bei Dystopien sehr gut gefällt. Stellenweise ist das Buch sehr makaber und blutig, jedoch ist dies bei der Geschichte kein Nachteil. Die Auswahl der Waffen beispielsweise fand ich stellenweise sehr witzig und gelungen und dennoch wie erwähnt sehr makaber. Auf die wichtigen Figuren wird in soweit eingegangen, dass man sich ein gutes Bild von ihnen machen kann und ihre Handlungen dadurch schlüssig erscheinen. Auch das Ende wusste noch einmal zu überraschen und gefiel mir gut.
Da ich das Buch leider nicht im Original lesen konnte (des Japanischen bin ich nicht mächtig), habe ich auf die deutsche Übersetzung zurückgegriffen – ein großer Fehler von dem ich jedem nur abraten kann. Die Übersetzung wirkt lieblos, es fehlen ganze Wörter, Artikel und persönliche Anreden werden vertauscht, etc. Im Schnitt findet sich gefühlt auf jeder zweiten Seite ein Fehler, was den Lesefluss doch erheblich stört. Das Internet sagt, die englische Version soll diese Defizite nicht aufweisen, wer also des Englischen mächtig ist, dem lege ich ans Herz, auf diese Version auszuweichen.
Der Film ist im übrigen meiner Meinung nach nicht empfehlenswert, es werden ganze Handlungsstränge verändert und es fehlen auch viele Details, welche die Grundgeschichte für meinen Geschmack zu arg verfälschen.
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